ARIEL

Copyright: ESA/STFC RAL Space/UCL/Europlanet-Science Office

Im März 2018 wurde ARIEL (Atmospheric Remote‐sensing Infrared Exoplanet Large‐survey mission) als vierte mittlere Forschungsmission im Cosmic Vision Programm der ESA ausgewählt. Sie wird sich mit fundamentalen Fragen beschäftigen wird: Woraus bestehen Exoplaneten, wie bilden sich Planetensysteme und wie entwickeln sie sich weiter? Hierzu werden die Atmosphären Hunderter Planeten untersucht, die verschiedene Arten von Muttergestirnen umkreisen. Auf diese Weise können die Unterschiede der Merkmale sowohl bei einzelnen Planeten als auch in Planetengruppen beurteilt werden.  

Die Mission wird sich auf warme und heiße Exoplaneten konzentrieren, die ihren Stern in engen Umlaufbahnen umkreisen - von Super-Erden bis zu Gasriesen. Das Teleskop von ARIEL arbeitet sowohl im Bereich des sichtbaren Lichts als auch im Infrarotbereich.

ARIEL wird Mitte 2028 mit der neuen Ariane 6-Trägerrakete der ESA vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in den Weltraum geschossen. Seinen Einsatzort für die ersten vier Jahre der Mission nimmt es in einem Orbit etwa am zweiten Lagrange-Punkt (L2) auf, von der Sonne aus betrachtet 1,5 Millionen Kilometer direkt "hinter" der Erde.

Derzeit wird der Aufbau des Satelliten definiert, was schließlich zur "Annahme" der Mission führt, die für 2020 geplant ist. Im Anschluss wird ein Auftragnehmer aus der Industrie gesucht, der den Satelliten bauen soll. Das IWF ist an zwei wissenschaftlichen Arbeitspaketen beteiligt.

Weitere Informationen zu ARIEL findet man bei der ESA.