ARIEL

Copyright: ESA/STFC RAL Space/UCL/Europlanet-Science Office

ARIEL (Atmospheric Remote‐sensing Infrared Exoplanet Large‐survey) wurde als vierte mittlere Forschungsmission im Cosmic Vision Programm der ESA ausgewählt. Das Weltraumteleskop wird sich mit fundamentalen Fragen beschäftigen wird: Woraus bestehen Exoplaneten, wie bilden sich Planetensysteme und wie entwickeln sie sich weiter? Hierzu werden die Atmosphären Hunderter Planeten untersucht, die verschiedene Arten von Muttergestirnen umkreisen. Auf diese Weise können die Unterschiede der Merkmale sowohl bei einzelnen Planeten als auch in Planetengruppen beurteilt werden.  

Die Mission wird sich auf warme und heiße Exoplaneten konzentrieren, die ihren Stern in engen Umlaufbahnen umkreisen - von Super-Erden bis zu Gasriesen. Das Teleskop von ARIEL arbeitet sowohl im Bereich des sichtbaren Lichts als auch im Infrarotbereich.

ARIEL wird 2029 mit der neuen ESA-Trägerrakete Ariane 6 gemeinsam mit Comet Interceptor vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in den Weltraum geschossen. Seinen Einsatzort für die ersten vier Jahre der Mission nimmt es in einem Orbit etwa am zweiten Lagrange-Punkt (L2) auf, von der Sonne aus betrachtet 1,5 Millionen Kilometer direkt "hinter" der Erde.

Nachdem im November 2020 die Mission beschlossen wurde, soll als nächster Schritt ein Auftragnehmer aus der Industrie gesucht werden, der den Satelliten bauen soll. Das IWF ist an zwei wissenschaftlichen Arbeitspaketen beteiligt und wird die Daten des Weltraumteleskops auswerten. Dabei geht es einerseits um die obere Atmosphäre der Planeten, andererseits um die physikalischen Parameter der Atmosphären, etwa ihre Temperatur.

Weitere Informationen zu ARIEL findet man bei der ESA.