Satelliten

Die vermessenen Satelliten und Objekte können in vier große Gruppen eingeteilt werden:

  1. Passive/geodätische Satelliten
  2. Satelliten im nahen Erdorbit
  3. Navigationssatelliten
  4. Weltraumschrott

Passive/geodätische Satelliten sind kugelförmig und ihre Bahn um die Erde wird primär von der Gravitation der Erde und nur wenig von anderen äußeren Kräften beeinflusst. Eine meist große Anzahl an Retroreflektoren liefert ein eindeutig identifizierbares Antwortsignal für diese Entfernungsmessungen. Die Entfernungen reichen dabei von ca. 800 km bis 20.000 km. Der Haupteinsatzbereich für solche Satelliten sind hochpräzise Erdschwerefeldmessungen.

Forschungssatelliten im nahen Erdorbit befinden sich in Entfernungen von ca. 450-1.350 km. Ihr Einsatzbereich ist vielschichtig und reicht von der Berechnung von Eismassenvolumen über hochauflösende Radarbilder bis hin Messungen der Meeresströmungen. Wesentlich für diese Satelliten ist die genaue Vermessung ihres Orbits, wie sie durch Lasermessungen erfolgen kann.

Neben den bekannten amerikanischen und europäischen Satellitensystemen (GPS und Galileo) besitzen auch China, Russland und Indien eigene Navigationssatelliten. Die Entfernungen zur Erde variieren zwischen 20.000 und 36.000 km, bei Massen zwischen 600 und 1.400 kg. Sie dienen unter anderem der genauen Positionsbestimmung und Navigation auf der Erde.