CHEOPS

CHEOPS (CHaracterizing ExOPlanets Satellite) ist die erste Weltraummission, deren Ziel es ist, Exoplaneten im Detail zu charakterisieren. Dabei wird man sich in erster Linie auf kleinere Planeten mit 1-6 Erdradien konzentrieren und auch versuchen, die Bestandteile ihrer Atmosphären zu bestimmen.

Der Kleinsatellit wird unter der Leitung von Willy Benz, Universität Bern, von einem internationalen Konsortium entwickelt und gebaut. CHEOPS wiegt rund 200 kg und trägt ein Teleskop von 30 cm Durchmesser. Nach dem Start im Jahr 2019 soll der Kleinsatellit aus 800 km Höhe dreieinhalb Jahre lang etwa 500 helle Sterne beobachten und ihre Planeten charakterisieren. Mithilfe der Transitmethode wird das Teleskop von CHEOPS den Durchmesser eines Planeten, bzw. seines Schattens auf dem Stern, bestimmen. Wandert zum Beispiel die Erde vor die Sonne, nimmt deren Helligkeit wegen des Schattens unseres Planeten nur um ein Zehntausendstel ab. CHEOPS wird sogar eine noch fünfmal geringere Veränderung der Helligkeit eines Sterns messen können. Aus der Abnahme der Helligkeit lässt sich der Durchmesser des Planeten ableiten. Mit einer weiteren Methode – Radialgeschwindigkeitsmethode genannt – kann die Masse von Planeten bestimmt werden. Beide Methoden lassen sich gemeinsam an ausgewählten Exoplaneten einsetzen, um deren Dichte und somit auch weitere Eigenschaften zu bestimmen – etwa, ob der Planet aus Stein, Eis oder Gas besteht und wie seine Atmosphäre beschaffen ist.

Das IWF wird für einen der beiden Bordrechner des Kleinsatelliten verantwortlich sein, der den gesamten Datenverkehr abwickeln und zusätzlich die thermische Kontrolle des Teleskops übernehmen soll. Außerdem ist das IWF an der Entwicklung der Software zur Datenanalyse beteiligt und führt als Teil des CHEOPS Science Teams Machbarkeitsstudien für die Beobachtung durch, untersucht die Eigenschaften des Muttersterns und trägt zur Definition der Beobachtungsziele bei.

Mehr Informationen zu CHEOPS findet man an der Universität Bern und bei der ESA.