Das MERMAG (MERkur MAGnetometer) Konsortium wurde im Mai 2001 mit der primären Zielsetzung gegründet, eine gemeinsame und koordinierte Erforschung des Merkur-Magnetfeldes für die BepiColombo Mission vorzuschlagen. Darüber hinaus soll nach erfolgreicher Experimentauswahl der Bau der Geräte und während der Mission selbst die Datenerfassung und Datenauswertung aufeinander abgestimmt werden, damit die wissenschaftlichen Zielsetzungen bestmöglich erreicht werden können. Das Konsortium gliedert sich in zwei Untergruppen gemäß den Elementen der Mission: MERMAG-P für den planetaren Orbiter (MPO) und MERMAG-M für den magnetosphärischen Orbiter (MMO).
Die Mitglieder des Konsortiums stammen aus Forschungsinstituten in Europa und Japan:
- Blackett Laboratory, Imperial College, London, UK (ICL)
- Institute of Space and Astronautical Science (ISAS/JAXA), Tokio, Japan
- Institut für Geophysik und Meteorologie, TU Braunschweig, Deutschland (TUBS)
- Institut für Weltraumforschung der ÖAW, Graz, Österreich (IWF)
Durch die äußerst umfangreiche wissenschaftliche Zielsetzung - es sollen wichtige Fragen bezüglich des Eigenfeldes des Planeten Merkur, seiner Magnetosphäre und deren sehr komplexer Wechselwirkung mit dem Sonnenwind beantwortet werden - ist das MERMAG-Konsortium offen für neue Mitglieder als "Co-Investigatoren", die selbst nicht bei der Gründung des Konsortiums beteiligt waren. Diese sollen während den einzelnen Experimentphasen (Experimententwicklung und wissenschaftlich operativen Phase) zu intensiver Mitarbeit bereit sein. Es wird insbesondere eine enge Zusammenarbeit mit den führenden Wissenschaftern der Messenger-Mission der NASA zum Merkur angestrebt.
Das Konsortium war mit seinen Experimentvorschlägen sehr erfolgreich: Das IWF ist bei MERMAG-M und die TUBS bei MERMAG-P federführend.