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Jupiter-Forschung

Die Magnetosphäre von Jupiter ist ein riesiger, vom Jupiter Magnetfeld dominierter Hohlraum mit einer durch die schnelle Planetenrotation kontrollierten Dynamik. Die Vorbeiflüge der Voyager 1 und 2 Raumsonden haben ein erstes umfassendes Bild der Sonnenwind-Magnetosphären Wechselwirkung bei Jupiter ergeben. Dies wurde in nachfolgenden Missionen (Vorbeiflug von Ulysses und Cassini, Galileo im Orbit um Jupiter) verfeinert und mit neuen Details versehen.

Die am IWF durchgeführten Studien im Rahmen der Jupiter-Forschung konzentrieren sich auf die in der Jupiter-Magnetosphäre erzeugte Radiostrahlung und deren Messung durch terrestrische Bodenstationen (Observatorium Lustbühel, Graz, bzw. in Kooperation mit dem Reseau Decametrique, Nançay (Frankreich) und dem Radioteleskop UTR-2 in Kharkov (Ukraine) und durch Raumsonden (Galileo, Cassini, WIND im Orbit um die Erde).

Die Entwicklung und der Bau von Radiowellen-Empfängern und Teilen des Bodenstation-Radioteleskops sind ein wesentlicher Bestandteil der Forschungsarbeit. Die Dateninterpretation und Analyse erfolgt primär über die Erstellung von sogenannten dynamischen Spektren bzw. Skalogrammen, wobei die Jupiter-Millisekunden-Radiobursts ein Hauptforschungsgebiet darstellen.

Weitere theoretische Forschungen betreffen die Jupiter-Io Wechselwirkung, bei der durch die Relativbewegung zwischen einer leitenden Oberfläche (der Ionosphäre von Io) und einem Magnetfeld (dem rotierenden Jupitermagnetfeld) einzigartige Phänomene in der Nähe von Io und entlang dessen Magnetflussröhre entstehen. Diese Prozesse werden zusätzlich durch den Vulkanismus auf Io stark beeinflusst.

 

Letzte Änderung: 17.09.2008
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