AktuellesInstitutForschungPublikationenLehreLinksIntranetSuche
 Forschung >  Sonnensystem >  Kometen/Asteroiden >  Rosetta >  ROMAP 
MissionenErdkörperErdnaher WeltraumSonnensystemInterdisziplinäres

Das Grazer Team:

 

 

ROMAP

ROMAP (Rosetta Lander Magnetometer and Plasma Monitor) ist ein Multi-Sensor-Experiment. Es werden sowohl das Magnetfeld mit Hilfe eines Fluxgate-Magnetometers als auch Ionen und Elektronen mit einem elektrostatischen Analysator mit integriertem Faraday Cup und der Umgebungsdruck mit Pirani- und Penning-Sensoren gemessen. Die Sensoren befinden sich auf einem kurzen Ausleger. Der Einsatz auf der Oberfläche eines Kometenkerns verlangte die Entwicklung eines speziellen digitalen Magnetometers mit geringem Gewicht und kleinem Leistungsbedarf. Erstmals wird ein Magnetfeldsensor innerhalb eines Plasmasensors zum Einsatz kommen. Ein Prototyp des Magnetometers wurde unter dem Namen SPRUTMAG auf der Raumstation MIR geflogen.

Das Experiment ROMAP wurde unter der Leitung des IGM der TU-Braunschweig entwickelt. Vom IWF wird eine integrierte Kontrolleinheit beigesteuert. Da diese Einheit nur etwa 60 g wiegen durfte, kamen spezielle Technologien zum Einsatz. Die Strahlungsfestigkeit der Bauteile wurde im Rahmen einer Diplomarbeit an der TU-Graz getestet.

Der Magnetometersensor wird auf der Kometenoberfläche extremen Temperaturen ausgesetzt sein. Eine spezielle am IWF entwickelte Anlage erlaubte die Kalibrierung des Magnetometers in einem weiten Temperaturbereich. Die Software zum Testen von ROMAP wurde ebenfalls am IWF entwickelt. Bedingt durch den kurzen Ausleger der Rosetta Landesonde und wegen der magnetischen Streufelder der verwendeten Elektromotoren war ein spezielles magnetisches Reinheitsprogramm erforderlich. Das IWF hat dafür die Software entwickelt und die Daten ausgewertet.

Während der Langzeitmessungen auf der Oberfläche des Kometenkerns soll die Bildung des magnetfeldfreien Raumes um den Kometen (magnetic cavity) untersucht werden. Ein mögliches, eigenes Magnetfeld des Kometenkerns soll während des Abstiegs der Sonde und auf der Oberfläche gemessen werden. Die globale, elektrische Leitfähigkeit des Kometenkerns kann mit Magnetfeldmessungen im Sonnenwind (RPC-MAG) und auf der Kometenoberfläche (ROMAP) bestimmt werden.

Weitere Informationen zu ROMAP findet man bei der TUB und am MPAE.

Letzte Änderung: 05.12.2011
DeutschEnglish
StartseiteImpressumKontaktSitemap