Magnetosphären

Magnetische Rekonnexion im Magnetschweif der Erde (ESA/ATG medialab)

Die Magnetosphäre der Erde entsteht als Folge der Wechselwirkung zwischen dem Sonnenwind und dem Erdmagnetfeld. Der Sonnenwind verzerrt das terrestrische Dipolfeld, dehnt die Magnetosphäre auf der Nachtseite aus und bildet den Magnetschweif, wo im Zentrum zwischen den Regionen mit entgegengerichtetem Magnetfeld der Magnetschweifstrom entsteht. Durch verschiedene Plasmaprozesse in der Magnetosphäre dringt ein wesentlicher Teil der elektromagnetischen Energie auch in die Ionosphäre und erzeugt das Polarlicht. Wechselwirkungen zwischen dem Sonnenwind und dem planetaren Plasma erzeugen auch bei anderen Planeten eine Magnetosphäre, einen Magnetschweif und eine Ionosphäre.

Die Hauptaufgabe der Arbeitsgruppe Magnetosphären ist die Untersuchung grundlegender Plasmaprozesse in den  Magnetosphären der Erde und anderer Planeten durch Analyse von Satellitendaten und durch empirische und theoretische Modellierung. Bei der Datenanalyse liegen die Schwerpunkte auf den Daten von Missionen, für die das IWF Instrumente gebaut hat, wie zum Beispiel Cluster, MMS, THEMIS und Rosetta.

Die übergreifenden Forschungsthemen sind (1) fundamentale Plasmaprozesse wie Stromschichten, Rekonnexion und Plasmainstabilitäten und (2) die Wechselwirkung zwischen Sonnenwind, Magnetosphäre und Ionosphäre der Erde und anderer Planeten.