(Exo-)Planetare Atmosphären

Der Sonnenwind interagiert mit der hohen Atmosphäre des Mars (links), wird aber hinter der Erde (rechts) durch ein globales Magnetfeld abgelenkt (künstlerische Darstellung, NASA/GSFC).

Die Forschungsgruppe (Exo-)Planetare Atmosphären entwickelt und benützt theoretische Modelle, um die Einflüsse von solarer/stellarer kurzwelliger Strahlung und Plasma auf die Atmosphären-Magnetosphären-Umgebung von Planeten zu untersuchen. Zur Unterstützung der Modellvalidierung werden Beobachtungsdaten von Weltraummissionen herangezogen.

Ein Schwerpunkt ist die Erforschung der Atmosphären der Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich diese seit ihrer Entstehung entwickelt und verändert haben. Man untersucht die Evolution der Atmosphären dieser Planeten durch die solare Frühphase der aktiven jungen Sonne und zieht Vergleiche mit der Entdeckung von Exoplaneten. Dabei werden auch elektrodynamische Prozesse in Magnetosphären und Energieeinträge, welche durch die Wechselwirkung des stellaren Plasmas und der Strahlung in der hohen Atmosphäre hervorgerufen werden, studiert.

Weitere Forschungen konzentrieren sich auf die Entstehung von mineralogischen Gashüllen um atmosphärenlosen Himmelskörper. Dabei wird untersucht, wie Strahlung und Plasma Minerale von planetaren Oberflächen ablösen und in die Umgebung transportieren, die auch von Magnetfeldern beeinflusst wird.

Die physikalischen und theoretischen Erkenntnisse, die bei der Erforschung von Objekten im Sonnensystem gewonnen werden, werden der Exoplaneten-Forschungsgruppe zur Charakterisierung und Interpretation von Exoplanetendaten zur Verfügung gestellt.