
Ziel der ESA-Mission Venus Express ist eine umfassende Erforschung der Atmosphäre und Plasmaumgebung des Planeten Venus, wobei wichtige Fragen im Zusammenhang mit der Geologie und Oberflächenphysik behandelt werden. Die Wiederverwendung des Mars Express-Satellitensystems ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, um der Erforschung der Venus zum Durchbruch zu verhelfen.
Die für die Missionen Mars Express und Rosetta entwickelten Instrumente sind für diese Aufgaben bestens geeignet. Zusammen mit der TU Braunschweig und dem Imperial College London beteiligt sich das Institut für Weltraumforschung (IWF) an der Mission mit dem Magnetometer VEX-MAG. Das IWF hat hierbei die Federführung. Darüber hinaus ist das IWF auch Co-Investigator bei dem Ionenspektrometer ASPERA.
Der Start von Venus Express war ursprünglich für den 26. Oktober 2005 geplant. Wegen einer Verunreinigung innerhalb der Verkleidung der Trägerrakete musste der Start um 14 Tage verschoben werden. Am 9. November um 4:33 MEZ wurde die Raumsonde von Baikonur aus gestartet und erfolgreich auf eine Bahn gebracht, von der aus sie Kurs auf den Planeten Venus genommen hat. Das IWF hat den Start live übertragen und zum "Space Brunch" eingeladen. Fotos von der Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie.
Am 11. April 2006 schwenkte die Raumsonde in die Venus-Umlaufbahn ein (Venus Orbit Insertion – VOI), um unseren Nachbarplaneten rund 500 Tage lang zu umkreisen; aus diesem Anlass lud das IWF zum "Venus Express VOI Event".
Seither kreist Venus Express auf ihrer länglichen, elliptischen Umlaufbahn in jeweils 24 Stunden über die Pole der Venus. Das Magnetometer ist während jedes Umlaufs durchgehend eingeschaltet; es liefert ständig Messungen der diversen Grenzschichten der Venus, sowie des ungestörten Sonnenwindes bei größerem Abstand vom Planeten.
Weitere Informationen über die Mission Venus Express findet man bei der ESA.
