Elektronenstrahlexperiment (EDI)

EDI (Electron Drift Instrument) misst die Versetzung eines schwachen (<1 µA) Strahls von Elektronen nach einer Gyration in dem Umgebungsmagnetfeld. Diese Versetzung, die hauptsächlich durch elektrische Felder verursacht wird, lässt eine Rückkehr des Strahls zum Detektor nur dann zu, wenn er in genau eine von zwei bestimmten Richtungen emittiert wurde. Mit zwei Elektronenkanonen und zwei Detektoren kann man diese Richtungen kontinuierlich aufzeichnen und die Versetzung durch Triangulation bestimmen.

Für schwache magnetische Felder degeneriert diese Triangulationsmethode und man bestimmt die Versetzung durch den Unterschied der Laufzeiten der beiden Elektronenstrahlen. Sozusagen als Nebenprodukt kann man aus der Laufzeit auch die Magnetfeldstärke sehr genau bestimmen.

Am IWF steht bei der physikalischen Interpretation der EDI-Daten die Dynamik des Schweifs der Erdmagnetosphäre im Vordergrund.

EDI wurde von einem internationalem Konsortium unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching gebaut. Detailliertere Informationen findet man an der University of New Hampshire.