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Geschichte

Im Jahre 1947 installierte Prof. Burkard am Institut für Meteorologie und Geophysik der Karl-Franzens-Universität Graz eine Ionosonde. Gemessen wurden dabei zunächst die vom Boden ausgestrahlten und von der Ionosphäre reflektierten elektromagnetischen Wellen. Die Reflexion ist abhängig von der herrschenden Elektronendichte und der Frequenz der Strahlung. Später wurde dieses Verfahren auf Satellitensignale ausgeweitet. Somit konnte die Elektronenverteilung der Ionosphäre auch über dem Maximum der Elektronendichte von außen, aus dem Weltraum, bestimmt werden.

Am Lustbühel wurden 1966 von der Lehrkanzel II für Geodäsie der Technischen Hochschule Graz unter der Leitung von Prof. Rinner die ersten Satelliten optisch vermessen und Graz somit in ein weltweites geodätisches Koordinatennetz eingebunden.

Als 1969 Prof. Riedler an das neu gegründete Institut für Nachrichtentechnik und Wellenausbreitung der Technische Hochschule in Graz  berufen wurde, hatte er zuvor während seiner Tätigkeit in Skandinavien wesentliche Kontakte geknüpft. Für Höhenforschungsraketen gab es Aufträge Messgeräte zu liefern. Der erste in Graz gebaute Messempfänger startete mit einer Höhenforschungsrakete (siehe Abbildung) am 26. November 1969 vom norwegischen Raketenstartgelände Andenes auf den Vesteralen-Inseln und lieferte Informationen über die Elektronendichte der Ionosphäre.

In der Gesamtsitzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften am 24. April 1970 wurde die Gründung des Instituts beschlossen, 1971 ein Proponentenkomitee gebildet und dieses 1972 in ein Kuratorium umgewandelt, das mit dem Obmann Prof. Burkard eingesetzt wurde.

Zu Beginn gab es mehrere Abteilungen (Plasmaphysik, Optische Nachrichtentechnik, Experimentelle Weltraumforschung, Satellitengeodäsie, Ionosphärenforschung mit Funkmess-Satelliten), die über ganz Österreich (Graz, Innsbruck und Wien) verteilt waren.

1974/1975 fand eine bewusste Konzentration auf die ursprünglichen und auch nunmehrigen drei Abteilungen mit dem Standort Graz statt. Geschäftsführender Direktor wurde Prof. Burkard, der als Kommissionsobmann zurücktrat. Prof. Riedler wurde stellvertretender Direktor.

1982 übernahm Prof. Bauer als Nachfolger des emeritierten Prof. Burkard die Leitung der Abteilung.

1984 wurde Prof. Riedler zum geschäftsführenden Direktor bestellt.

1990 trat Prof. Sünkel die Nachfolge des emeritierten Prof. Rinner als Abteilungsleiter an.

1999 wurde Prof. Rucker nach der Emeritierung von Prof. Bauer zum Nachfolger als Abteilungsleiter ernannt.

2001 wurde Prof. Baumjohann als Nachfolger des emeritierten Prof. Riedler zum Abteilungsleiter berufen. Prof. Sünkel wurde zum geschäftsführenden Direktor, Prof. Rucker zum stellvertretender Direktor bestellt.

2004 wurde Prof. Baumjohann zum geschäftsführenden Direktor, Prof. Sünkel zum stellvertretenden Direktor bestellt.

 

Das IWF verdankt sein hohes Ansehen zu einem großen Teil den technologisch anspruchsvollen Instrumenten, die seit den 80er Jahren für zahlreiche Weltraummissionen entwickelt und gebaut wurden. Bei den Ausschreibungen solcher Missionen durch ESA, NASA und andere Organisationen hat das IWF viele Male den Zuschlag bekommen.

Die Geschichte Österreichs im Weltraum wurde von IWF-Mitarbeiter Bruno P. Besser verfasst und in der ESA-Reihe "History Study Reports" herausgegeben: Bruno P. Besser, Austria's History in Space, ESA HSR-34, 74 p., 2004.

Letzte Änderung: 30.03.2011
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