Wie alle Planeten, wird auch die Venus wird vom Sonnenwind umweht, einem Millionen km/h schnellen Strom von der Sonne, welcher die Venus ständig mit geladenen Teilchen bombardiert. Bei der Erde sorgt der Schutzmantel des Erdmagnetfeldes dafür, dass die Teilchen abgelenkt werden und kaum in die Atmosphäre eindringen können; durch diesen Schutz wird Leben erst möglich.
Venus hat kein eigenes Magnetfeld, die Sonnenwindteilchen treffen ungehindert auf die äußere Atmosphärenschicht. Zu Zeiten großer Sonnenaktivität im 11-jährigen Sonnenzyklus bildet sich in der Venus-Ionosphäre eine Grenzschicht, welche dem Sonnenwind standhält und so einem starken Zugriff auf die Atmosphäre vorbeugt; dieses wurde mit früheren Missionen festgestellt.
Wie es zu Zeiten geringer Sonnenaktivität aussieht, war bisher wenig verstanden. Die Magnetometerdaten von VEXMAG erlauben nun darauf zu schließen, dass auch im Sonnen-Minimum genügend Schutz in der Ionosphäre aufgebaut wird, sodass ein Eindringen des Sonnenwinds in die dichteren Atmosphärenschichten nur begrenzt möglich ist.
Damit ist zu allen Zeiten des Sonnenzyklus eine induzierte magnetische Barriere vorhanden, die einen Schutzschild gegen den anströmenden Sonnenwind bildet.
 - Abb.: Magnetometerdaten bei einem Durchflug der Grenzschichten der Venus:
A: Venus-Bugstoßwelle im anströmenden Sonnenwind; B: Innere Grenze der induzierten magnetischen Barriere; C: Innerhalb der Ionosphäre der Venus, nächster Annäherungspunkt der Raumsonde an die Oberfläche (250 km).
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