Wir untersuchen die Bildung der atomaren heißen Korona von Venus mit einem Monte-Carlo Modell, welches elastische, inelastische und „quenching“ Stöße zwischen den verfolgten photochemisch produzierten heißen Atomen mit der neutralen Hintergrundatmosphäre berücksichtigt. Die dissoziative Rekombination von O2+ ist die wichtigste Quelle von heißen Sauerstoffatomen in der Atmosphäre. Für heißen Kohlenstoff wird sowohl die dissoziative Rekombination von CO+ als auch die Fotodissoziation von CO verwendet. Auch für heißen Stickstoff muss man beide berücksichtigen, die dissoziative Rekombination von N2+ und die Fotodissoziation von N2. Die Startgeschwindigkeiten der heißen Teilchen (produziert durch dissoziative Rekombination) beinhalten die relative Geschwindigkeit zwischen den Ionen und Elektronen im Schwerpunktsystem, die Energie eines Reaktionskanals und auch die Rotations- und Vibrationsenergie. Dieses neu entwickelte Modell berücksichtigt außerdem den energie- und massenabhängigen totalen Stoßquerschnitt um zu entscheiden, ob ein Stoß erfolgt, und den entsprechenden differentiellen Stoßquerschnitt zur Bestimmung des Streuwinkels. Wenn das kollidierende Hintergrundteilchen eine größere Energie erlangt als die Hintergrundtemperatur, dann wird auch dieses sogenannte Sekundärteilchen verfolgt. Die Verfolgung der Teilchen wird beendet, wenn die Energie unter jener der Hintergrundatmosphäre fällt oder wenn die Teilchen die Simulationsbox verlassen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass der differentielle Stoßquerschnitt und das Verhältnis zwischen elastischen, inelastischen und „quenching“ Stößen die sensitivsten Parameter sind. Die heißen Sauerstoffdichten, welche von PVO Beobachtungen stammen, können nur während einer hohen Sonnenaktivität und mit einem vorwärts gestreuten Modell ohne inelastischen und „quenching“ Stößen reproduziert werden. Die Koronadichten für eine geringe Sonnenaktivität (VEX Sonnenbedingungen) sind ungefähr 2-3 mal niedriger als bei hoher Sonnenaktivität, was ein Grund sein könnte, dass SPICAV die früheren PVO Ergebnisse nicht reproduzieren kann.
 - Modellierte heiße O Koronadichten in der Exosphäre von Venus mit Parametern und Sonnenaktivitäten, welche im Text diskutiert wurden. VEX Bedingungen entsprechen der orangen Linie.
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