Beim Fluxgate-Magnetometer wird ein weichmagnetischer Kern (meist Ringkern) durch ein von einer Spule erzeugtes Wechselfeld mit konstanter Frequenz zyklisch bis zur Sättigung magnetisiert. In einer Sekundärspule wird nun bei Vorhandensein eines äußeren Magnetfeldes in Richtung der Spulenachse eine Spannung mit geradzahligen Vielfachen der Anregungsfrequenz induziert, deren Amplituden wiederum direkt proportional zum Magnetfeld sind. Meist wird aber zur Auswertung nur die zweite Harmonische herangezogen. Durch Kompensation des äußeren Magnetfeldes mittels eines Rückkopplungsstromes durch die Sekundärspule erreicht man zusätzlich eine hohe Linearität der Messung. Die VEX-MAG Sensoren bestehen aus zwei ineinander gekreuzten Ringkernen zur Messung der X- und Y-Komponente. Die Z-Komponente wird durch eine Sekundärspule gemessen, die beide Ringkerne umschließt.
VEX-MAG basiert auf der Entwicklung des Magnetometers für die Rosetta-Landeeinheit, welche in einer engen Kooperation mit dem Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik der Technischen Universität Braunschweig durchgeführt wurde. Mit dieser Entwicklung hat auch beim Fluxgate-Magnetometer der Trend zur sensornahen Digitalisierung Einzug gehalten.
Wie in der unteren Hälfte der nachfolgenden Abbildung ersichtlich, wird beim digitalen System das Messsignal von der Sekundärspule direkt nach dem Eingangsverstärker digitalisiert. Die notwendige Extraktion der Magnetfeldinformation und die Berechnung des Rückkopplungswertes werden durch einen programmierbaren Logikbaustein (FPGA) und eine strahlungsfeste Prozessoreinheit realisiert, die auch gleichzeitig die Schnittstelle zum Zentralcomputer des Satelliten bedient. Die Entwicklung des digitalen Magnetometers stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung Miniaturisierung bei gleichzeitig höherer Flexibilität in der Wahl des Frequenzganges und des Messbereiches dar.