Zur Bestimmung der Empfangseigenschaften von Raumsondenantennen, die der Beobachtung von Plasma- und Radiowellen dienen, eignet sich besonders die sogenannte rheometrische Messung. Diese wird an einem maßstabgetreuen Modell des gesamten Systems Raumsonde-Antennen vorgenommen. Das Modell wird in einen Elektrolyten gesenkt, in welchem ein homogenes quasistatisches elektrisches Feld aufrechterhalten wird. An den Antennen werden sodann die induzierten Spannungen in Abhängigkeit von der Lage des Modells relativ zum elektrischen Feld gemessen. Aus diesen Messungen lassen sich schließlich die sogenannten effektiven Antennenachsen und die effektiven Antennenlängen bestimmen, die die Empfangseigenschaften der Antennen charakterisieren. Die Grafik zeigt den Messaufbau mit elektrolytischem Trog, Modell, Signalgenerator und Voltmeter (Lock-In Verstärker). Als Elektrolyt dient im einfachsten Fall Wasser.
Die ausgezeichnete Eignung der Rheometrie zur Bestimmung der genannten Eigenschaften leitet sich aus dem quasistatischen Verhalten des elektromagnetischen Feldes im betrachteten Frequenzbereich (unter etwa 2 MHz) ab. Für höhere Frequenzen kommen andere Methoden zum Einsatz, wie etwa die ebenfalls am Institut durchgeführten Inflight-Kalibrierungen und Computersimulationen.
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