HP3 (Heat Flow and Physical Properties Probe) ist eine Gemeinschaftsentwicklung des DLR und des Instituts für Weltraumforschung (IWF). Dieser sogenannte „Maulwurf“ besteht aus einem Nagel mit eingebautem Hammer, der sich selbstständig, in Etappen, bis in eine Tiefe von ca. fünf Metern in den Boden treibt und dabei einen Behälter mit Messinstrumenten hinter sich herzieht. Dabei soll HP3 den planetaren Wärmefluss messen, um den inneren Aufbau und die Entwicklung eines Planeten zu untersuchen.
Ein anderer Sensor des HP3-Paketes ist eine Dielektrizitätssonde (PP), welche die elektrischen Eigenschaften und auch den Wassergehalt des Bodens bestimmen soll. Das IWF ist verantwortlich für die Entwicklung dieses Sensors, einschließlich der Flugelektronik.
Der PP-Sensor erzeugt ein elektrisches Wechselfeld im umgebenden Boden und kann die Änderung der Amplitude und die Phasenverschiebung zum Ausgangssignal mit hoher Genauigkeit erfassen. Aus diesen Werten kann die Permittivität und die Leitfähigkeit des Bodens errechnet werden. Durch den Einsatz eines Vektoranalysators wurde eine kompakte Elektronik und eine kleine Datenrate erreicht, da die Daten bereits innerhalb des Sensors verarbeitet werden.
Folgende Institute sind an HP3 beteiligt: - Institut für Weltraumforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Graz, Österreich: Permittivity Probe (PP)
- Institut für Planetenforschung, DLR, Berlin, Deutschland: TEM Wärmeflussmessung, Projektleitung
- Institut für Raumfahrtsysteme, DLR, Bremen, Deutschland: Mechanische Bauteile, ACTIL Positionsbestimmung
- Clarendon Laboratory, University of Oxford, Großbritannien
- Institut für Geophysik und Geoinformatik, TU Bergakademie Freiberg, Deutschland
- Institut de Physique du Globe de Paris, Frankreich
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