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Das Grazer Team:

 

 

Jupiter-Io Wechselwirkung

Die Details der Wechselwirkung des Planeten Jupiter und dessen Mond Io sind von großem Interesse für die experimentelle und theoretische Weltraumforschung. Es ist bekannt, dass die Orbitalbewegung von Io um Jupiter zur Ausbildung von Störungen führt, die entlang des Jupitermagnetfelds zum Planeten hin wandern und dabei spezifische Phänomene in der Jupiter-Magnetosphäre auslösen wie zum Beispiel die sogenannte nicht-thermische Radiostrahlung oder Aurora. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Arbeiten in diesem Gebiet zur Erklärung des Energietransfers von Io zu Jupiter, die sich mit Alfvénwellen beschäftigen, untersuchen wir einen anderen Zugang basierend auf langsamen MHD-Wellen. Diese besonderen Wellen werden durch eine Druckerhöhung in der Nähe von Io erzeugt und propagieren entlang des konvergenten Jupiter-Magnetfeldes, begleitet von supersonischem Plasmafluss. Der Plasmafluss wird schneller in der Nähe von Jupiter durch den abnehmenden Querschnitt der Flussröhre zusammen mit dem in Stärke ansteigenden magnetischen Feld. Solch beschleunigte Plasmaflüsse erzeugen eine elektrische Potentialdifferenz entlang des Magnetfelds, die wiederum Elektronen beschleunigt. Diese Elektronen nehmen Energie auf, wenn sie durch das Potential fallen. Solch beschleunigte, energiereiche Elektronenpopulationen spielen eine entscheidende Rolle in der Erklärung vieler magnetosphärischer Phänomene. Der wichtige Punkt unseres Zugangs ist nun, dass die langsamen Wellen viel langsamer sind als Alfvénwellen und dadurch eine Erklärung bieten für die beobachtete Abweichung zwischen der Io-Flussröhre und bestimmen Zonen, die zur Jupiter-Dekameter-Radiostrahlung führen.

 

Letzte Änderung: 16.09.2008
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