Der Vorbeiflug der Raumsonde Cassini an Jupiter am 30. Dezember 2000 stellt einen wesentlichen Höhepunkt der Mission Cassini/Huygens zu Saturn und Titan dar. Während dieses Vorbeiflugs befanden sich zwei Sonden im Jupiter-System, nämlich Cassini und Galileo, wodurch eine simultane Beobachtung von Plasmaparametern und Magnetfeldstrukturen ermöglicht wurde.
Die nicht-thermische Radiostrahlung von Jupiter wird für die Kalibrierung der Antennen des Radio and Plasma Wave Science Experiments (RPWS) herangezogen, wobei eine umfangreiche Analyse der RPWS-Daten erforderlich ist. In der Vorbereitungsphase der Mission wurde mit dem sogenannten Rheometrie-Experiment gezeigt, dass der Raumsondenkörper sowie die mitgeführte Huygens Probe die Empfangseigenschaften der RPWS-Antennen stark beeinflussen. Daher entwickelte das Institut für Weltraumforschung (IWF) Software-Routinen, die es ermöglichen, die effektiven Antennenvektoren zu berechnen. Mehrere Rollmanöver der Raumsonde haben in einer sogenannten In-Flight-Kalibrierung Spannungsmessungen an den Antennen ergeben, die die Berechnung der Wellenparameter der empfangenen elektromagnetischen Strahlung sowie auch die Bestimmung der effektiven Antennenvektoren ermöglichen.
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