Die Raumsonde Galileo erreichte im Dezember 1995 den Jupiter und umrundete den Gasriesen nahezu 8 Jahre. Mit an Bord befand sich das PWS-Experiment zur Messung niederfrequenter planetarer Radiostrahlung (5,62 Hz bis 5,62 MHz), die durch ein Wechselspiel von Plasma und Magnetfeld innerhalb der Jupiter-Magnetosphäre erzeugt wird.
Diese Aufzeichnungen von Galileo wurden mit Radiobeobachtungen des WIND-Satelliten im Erdorbit kombiniert. Es zeigte sich, dass Simultanbeobachtungen zwischen Galileo und WIND über derart große Distanzen (4,2 AE) ein äußerst seltenes Phänomen sind. Dennoch lässt sich auf Basis eines Magnetfeldmodells für Jupiter die Quellenregion innerhalb des Magnetfeldes festlegen. Weiters können Parameter der speziellen Abstrahlcharakteristik (Hohlkegelform) der Jupiter-Radiostrahlung abgeleitet werden.
Die Grafik illustriert die Geometrie zwischen Galileo, WIND und der Quelle während einer Simultanbeobachtung. Beide Raumsonden müssen sich im Mantel des Emissionskegels befinden, um Strahlung von derselben Quelle sehen zu können.
Weitere Informationen zu Galileo findet man bei der NASA.
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