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Plasma-Wechselwirkung

Magnetohydrodynamische (MHD) Modell-Simulationen der Plasmaumgebung und Bow-Shock-Strukturen von kurzperiodischen jupiterähnlichen Exoplaneten wie HD209458b und OGLE-TR-56 b in Orbitdistanzen von 0,045 AU und 0,0225 AU zeigen, dass sich keine "Fast-Shocks" ausbilden können. Die am IWF durchgeführten Studien haben ergeben, dass unter den Plasmabedingungen in der Nähe dieser Planeten die Alfvén-Machzahl kleiner als 1 ist, sodass sich ein so genannter "Slow Shock" ausbilden kann. Aus diesen Gründen kann man ausschließen, dass beide Planeten einen "Bow Shock" wie Jupiter in 5 AU ausbilden. Das Szenario, der Plasma-Wechselwirkung zwischen Sternen und Exoplaneten ist deshalb ähnlich mit der Jupiter-Io-Wechselwirkung. Bei der Jupiter-Io-Plasmawechselwirkung breiten sich EM-Wellen, die durch Druckstörungen hervorgerufen werden, entlang von Io-Flussröhren in die südliche Jupiter-Hemisphäre aus. Ein ähnliches Szenario könnte sich zwischen kurzperiodischen großen Exoplaneten und deren Sternen abspielen. Weitere Studien, die diese Effekte untersuchen, befinden sich in Ausarbeitung.

 

Abb.: Magnetosonische Machzahl als Funktion der Orbitdistanz. Die punktierte vertikale Linie trennt die Bereiche wo Bow Shocks entstehen und von den Bereichen wo keine Bow Shocks auftreten. Wie man anhand der dünnen horizontalen Linien sehen kann, gibt es Exoplaneten wie HD162020b oder HD108147b, die sich wegen ihrer exzentrischen Umlaufbahn in beiden Bereiche befinden können.
Letzte Änderung: 16.11.2007
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