Dieser Effekt kann in Kombination mit einer durch hydrodynamischen Bedingungen ausgedehnten Atmosphäre eine venusähnliche Plasma-Wechselwirkung hervorrufen. Aufgrund der hohen Plasmadichte in der Nähe der Sterne werden die Magnetosphären dieser Exoplaneten sehr stark zusammengedrückt. Außerdem legt unsere Studie nahe, dass kurzperiodische Exoplaneten in ihrer Frühzeit, aufgrund eines viel stärkeren Sternenwindes, immer venusähnlichen Wechselwirkungen ausgesetzt waren.
Da kühlere Sterne des Typs M und K sehr viel häufiger in der Galaxis vorkommen als Sonnen-ähnliche G-Sterne, stellen sie interessante Beobachtungskanditaten für Suchprogramme von habitablen Erd-ähnlichen Planeten wie Darwin (ESA) oder TPF-C/I (NASA) dar. Zum Unterschied von G-Sternen sind M und K Sterne viel länger aktiv und aufgrund der geringeren Masse und Leuchtkraft liegt die habitable Zone (HZ) viel näher am Stern als bei Sonnen-ähnlichen Sternen. Aus diesem Grund kann man davon ausgehen, dass die Atmosphären von Erd-ähnlichen Planeten viel stärker als bei der Erde durch die Aktivität der Muttersterne beeinflusst werden. Zu diesen Effekten gehören hohe Röntgen-Strahlung, energiereiche Teilchenflüsse, dichte Sternenwinde und koronale Massenauswürfe (CME's). Außerdem sind die meisten dieser Planeten aufgrund ihrer Nähe zum Stern rotationsgebunden, sodass durch die langsame Rotation der magnetische Dynamo im Vergleich zur Erde geschwächt wird und man schwächer ausgebildete Magnetosphären bei solchen Planeten erwarten kann, siehe Abb. 2.