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Magnetopause

Satellitendaten wie jene der Cluster-Mission sind ein wichtiger Grundstein für Studien physikalischer Prozesse, die durch die Wechselwirkung des interplanetaren Magnetfeldes (IMF) und des Sonnenwinds mit der Erdmagnetosphäre ausgelöst werden. Einer dieser Prozesse zeigt sich in der Verschmelzung von Magnetfeldlinien des IMF und des terrestrischen Magnetfelds an der Magnetopause. Unter der Voraussetzung antiparalleler Magnetfelder werden terrestrische Magnetfeldlinien "geöffnet" und mit Feldlinien des IMF verbunden. Dieser Prozess findet in einem sehr kleinen Gebiet statt, in dem die lokale Leitfähigkeit einen endlichen Wert erreicht, der sogenannten "Diffusionsregion (DR)". Die DR wirkt in weiterer Folge als Erzeugungsgebiet von MHD Wellen, die sich unter bestimmten Umständen aufsteilen und die vormals tangentiale Diskontinuität in eine Schicht bestehend aus verschiedenen Diskontinuitäten umwandeln. In dieser Schicht wird Plasma, das aus der Magnetschicht hereinströmt, durch eine Umwandlung von magnetischer Energie in kinetische Energie entlang der Magnetopause beschleunigt und in Richtung Nachtseite transportiert. Bei zeitabhängiger Magnetfeldverschmelzung bewegt sich ein sogenannter "reconnection pulse" entlang der Magnetopause und kann in Beobachtungen als sogenannter "flux transfer event (FTE)" identifiziert werden.

 

Letzte Änderung: 16.11.2007
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