Seit jeher spielen experimentelle Messungen und deren Auswertung in der Beschreibung von physikalischen Problemen eine wesentliche Rolle. Zur Beschreibung von solar - terrestrischen Wechselwirkungen im erdnahem Weltraum sind u.a. Plasmaparameter im Sonnenwind sowie Stärke und Struktur des interplanetaren Magnetfeldes von Bedeutung. Um diese Größen zu erhalten, bedient man sich Messungen auf mehreren Satelliten. Diese Messungen dienen in weiterer Folge als Eingangsparameter für zuvor entwickelte theoretische Modelle, die das Auftreten verschiedenster Phänomene im erdnahen Weltraum zu beschreiben versuchen. Die Vielzahl von Satellitenmissionen in den letzten 40 Jahren ist wesentlich für den Fortschritt in der Beschreibung von Wechselwirkungsstrukturen im erdnahem Weltraum verantwortlich.
Für Messungen im erdnahen Weltraum bedient man sich z.B. der Satelliten Geotail, AMPTE, Interball, Goes, Polar, etc. Großartige Ergebnisse liefert die 2000 gestartete Raumsondenmission Cluster, eine Multi-Spacecraft Mission bestehend aus vier Satelliten, die in Tetraederformation in verschiedenen Orbits den erdnahen Weltraum beobachten.
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