Die NASA-Mission Magnetospheric Multiscale (MMS) soll die Dynamik der Erdmagnetosphäre und der ihr zu Grunde liegenden Energieumwandlungsprozesse untersuchen. Vier identisch bestückte Satelliten werden dreidimensionale Messungen in der Erdmagnetosphäre durchführen. Die MMS-Satelliten sollen ein weiterer Meilenstein nach der sehr erfolgreichen ESA-Mission Cluster sein, aber noch näher zusammen fliegen und in mehreren Phasen unterschiedliche Gebiete des erdnahen Weltraums erforschen.
Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht die so genannte magnetische Rekonnexion, bei der magnetische Energie in Teilchenenergie umgewandelt wird, wodurch auf der Erde magnetische Stürme und Phänomene wie das Nordlicht entstehen. MMS soll die verantwortlichen physikalischen Prozesse einschließlich der äußeren Bedingungen, und des räumlichen und zeitlichen Verlaufs genauestens vermessen. Man erwartet sich aus den MMS-Daten aber auch weiterreichende Erkenntnisse über die Sonne und ihren Einfluss auf die Erde und das Sonnensystem.
Die NASA hat das Southwest Research Institute (SwRI), San Antonio, USA, mit der Leitung der Mission betraut. Der Start von MMS ist zurzeit für das Jahr 2014 geplant. Jede der Nutzlasten enthält den bisher umfangreichsten Satz an schnellen Teilchen- und Feldmessinstrumenten. Dazu gehört das Instrumentpaket FIELDS zur Messung elektrischer und magnetischer Felder mit jeweils mehreren Sensoren, drei Instrumentpakete für Teilchenmessungen (mit den Schwerpunkten hohe Zeitauflösung, Zusammensetzung und hochenergetische Teilchen), sowie Instrumente zur Regelung des Satellitenpotentials.
Die führenden Institutionen für diese Instrumentpakete und andere wesentliche Elemente der Mission sind neben dem SwRI die University of New Hampshire, das Goddard Space Flight Center, das Applied Physics Laboratory und das Grazer IWF. Das IWF hat die Federführung bei der Potentialregelung der Satelliten (ASPOC) und ist an dem Elektronenstrahlinstrument (EDI) und dem Digital Fluxgate Magnetometer (DFG) beteiligt.
Weiterführende Informationen finden Sie bei der NASA und am SwRI.
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