Das Satellitenprojekt Cluster ist eines der Hauptprojekte im Wissenschaftsprogramm der Europäischen Weltraumagentur ESA. Vier identische Satelliten umkreisen die Erde auf eng benachbarten Erdumlaufbahnen. Die mit Hilfe simultaner Messungen an vier Punkten mögliche Unterscheidung zwischen räumlichen und zeitlichen Effekten erlaubt grundlegend neue Einblicke in Prozesse in der Erdmagnetosphäre.
Die Bahnen führen über die Polgebiete, wobei der erdnächste Punkt (Perigäum) in 4 Erdradien und der erdfernste Punkt (Apogäum) in 20 Erdradien Abstand vom Erdmittelpunkt nahe der Äquatorebene liegt. Die Abstände zwischen den Satelliten können zwischen einigen hundert und einigen tausend Kilometern variiert werden. Die Satelliten fliegen durch die interessantesten Gebiete des erdnahen Weltraums: den vom Magnetfeld der Erde dominierten Bereich (die Magnetosphäre), aber auch Regionen des Sonnenwindes (des stetig von der Sonne ausgehenden Stroms ionisierter Materie) und vor allem die Grenzschichten zwischen diesen Gebieten. Durch die simultane Messung an vier Punkten ist die Trennung von zeitlichen und räumlichen Variationen in den Messungen möglich.
Die Nutzlast eines jeden Satelliten besteht aus elf wissenschaftlichen Instrumenten zur Messung der magnetischen und elektrischen Felder, sowie von elektrisch geladenen Teilchen in allen wichtigen Energiebereichen. Österreich ist mit drei wissenschaftlichen Messgeräten an dieser Mission beteiligt: - ASPOC kann die elektrische Aufladung des Satelliten regeln.
- FGM ist ein Instrument zur Messung des Erdmagnetfeldes.
- EDI ist ein Instrument zur Messung des elektrischen Feldes.
Außerdem ist das IWF Co-Investigator bei PEACE und CIS, Instrumenten zur Messung von Elektronen- und Ionenspektren und betreibt das Austrian Cluster Data Center (ACDC), den österreichischen Teil des Cluster Science Data Systems (CSDS). Natürlich werden die Cluster-Daten auch in Graz ausgewertet.
Weitere Informationen zu Cluster findet man bei der ESA.
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