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GRACE

Mit dem Start der Satellitenmission GRACE (Gravity Recovery And Climate Experiment) am 17. März 2002 wurde es erstmals möglich, globale Massenänderungen an (und nahe) der Erdoberfläche aus Änderungen der Gravitation zu bestimmen. Das dahinterstehende Prinzip ist einfach. Es basiert darauf, dass eine Umverteilung der Erdmasse zwangsläufig eine Änderung des Gravitationsfeldes der Erde nach sich zieht. Gemessen wird letztlich wie sich die Kraft, mit der eine Probemasse von der Erde angezogen wird, über einen bestimmten Zeitraum hinweg verändert.

Im Fall von GRACE ist die Probemasse als eine Kombination zweier Satelliten realisiert, die etwa 220 Kilometer voneinander entfernt in einer Höhe von 450 Kilometern um die Erde fliegen. Durch die variierende Gravitationskraft der Erde werden die Satelliten unterschiedlich stark beschleunigt oder abgebremst. Somit gibt die Distanzänderung zwischen den Satelliten die Struktur und die zeitliche Variation des Erdschwerefeldes wider.

Am IWF werden Studien zu säkularen und periodischen Massenverlagerungen im System Erde durchgeführt. Im Fokus stehen hierbei die eisbedeckten Gebiete der Erde (z.B. Grönland und die Antarktis) sowie großräumige Flusssysteme (z.B. Amazonasbecken und Nilbecken).

Weitere Informationen zu GRACE findet man an der University of Texas at Austin.

Letzte Änderung: 18.05.2011
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