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Ionosphäre

Die Ionosphäre ist ein dispersives Medium für Radiowellen. Mit zwei oder mehr Frequenzen kann der Einfluss zwischen GNSS Satelliten und Empfängern unterhalb bestimmt werden. Mit fixierten Koordinaten wird die Feldstärke der Ionosphäre als Integral der Verzögerungen der Signale bestimmt. Der typische Parameter wird als TEC (Total Electron Content = Gesamtanzahl der Elektronen) bezeichnet. Für die Kartendarstellung wird der VTEC (Vertical electron content) als Projektion des STEC (Gesamtanzahl der Elektronen im Strahlenweg) in die Vertikalrichtung verwendet. Das globale Service von IGS verwendet GPS-Stationen um eine Karte (5°x2.5°x2h Länge/Breite/Zeit) zu produzieren.

Die linke Abbildung zeigt die Differenzen zwischen IGS und der am IWF erzeugten. Die größten Differenzen werden typischerweise durch das Fehlen einer Station in einem der beiden Modelle verursacht.

Unter Normalbedingungen und mit demselben Datensatz sind alle Differenzen fast null. Deshalb konzentriert sich die Forschung am IWF auf extreme Ereignisse (Geomagnetische Stürme, travelling disturbances, etc.). Die TEC-Werte erhöhen sich dramatisch (um 200% und mehr) innerhalb von Stunden und können Schäden an elektrischen Einrichtungen verursachen. Ein schnelles Erkennen und Warnen ist essentiell für die Schadensminderung, sodass Geräte (Satelliten, Kraftwerke, Sender) rechtzeitig ausgeschaltet werden können.

Geographische Verteilung des größten geomagnetischen Sturms von 2005 für eine bestimmte Stunde.
Letzte Änderung: 19.07.2011
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